Monthly Archive for October, 2009

Refugees United

A lot of families beeing seperated by migration or escape. There is a nice page what can help you find lost family members. You dont say your names or something that can reveal your true identity so you are not in danger of be discovered by someone who may persecute you. You can use information that only some one close to you would know, like a scare or a nickname.

Azadi, Freedom! Lager schließen 09 – die nächste Runde

In Bayern werden 7600 Menschen per Gesetz gezwungen, in Lagern zu leben. Nach dem Gesetz soll der Lagerzwang die „Bereitschaft zur Rückkehr“ fördern – das heißt, Flüchtlinge sollen durch miserable Lebensbedingungen unter Druck gesetzt werden, zu verschwinden.

Bei den Anti-Lager-Aktionstagen in Schongau wollen wir gemeinsam mit den BewohnerInnen des Schongauer Flüchtlingslagers unsere Stimme erheben und die Forderung nach Abschaffung des Lagersystems laut und deutlich auf die Straße tragen.

„Asyl in Deutschland“

Ablauf des Workshops „Asyl in Deutschland“

bei den Karlsruher Schülertagen, am 06.10.09

Vor einige Tagen habe ich bei den Karlsruher Schülertagen einen Workshop über das oben genannte Thema gehalten und es ist sehr gut bei den Jugendlichen angekommen.

Angefangen haben wir den Workshop mit dem Film „Die Luft ist schwerer wie Blei“ von Udo Dreutler, der den Film auch selber vorgeführt hat und anschließend die aufgetauchte Fragen über den Film beantwortet hat.

Nach einer kleine Pause habe ich mit einem Power-Point-Präsentation versucht den ca. 18 Workshop TeilnehmerInnen die Situation von Flüchtlinge in Deutschland darzustellen.

In dem Worshop habe ich über folgende Themen berichtet:

> Warum fliehen Menschen aus einem Land ?

> Was bedeutet Asyl?

> Wie leben Asylsuchende in Deutschland?

> Was ist JoG [Jugendliche ohne Grenzen]?

> Warum ist JoG entstanden?

> Geschichte von JoG

> Aktivitäten von JoG

> Refugee chair (ist ein Spiel mit Stühlen. Am Ende dieser Spiel sollen die Teilnehmer erfahren, wie die Erdbevölkerung und deren Reichtum verteilt ist)

> Anschließend wurde nochmals diskutiert

Azadi, Freedom! Lager schließen 09 – die nächste Runde

16. und 17. Oktober | Anti-Lager-Aktionstage in Schongau
16. Oktober | 19 Uhr | Podiumsdiskussion | Volkshochschule Schongau mit BewohnerInnen des Flüchtlingslagers (Vhs Schongau , Raum 3 Wilhelm-Köhler-str. 42)
17. Oktober | 11 Uhr | Demo-Zug durch Schongau |Bahnhof Schongau

In Bayern werden 7600 Menschen per Gesetz gezwungen, in Lagern zu leben. Nach dem Gesetz soll der Lagerzwang die „Bereitschaft zur Rückkehr“ fördern – das heißt, Flüchtlinge sollen durch miserable Lebensbedingungen unter Druck gesetzt werden, zu verschwinden.

Bei den Anti-Lager-Aktionstagen in Schongau wollen wir gemeinsam mit den BewohnerInnen des Schongauer Flüchtlingslagers unsere Stimme erheben und die Forderung nach Abschaffung des Lagersystems laut und deutlich auf die Straße tragen.

Lager machen krank!

Das Flüchtlingslager in der Kleinstadt Schongau (Landkreis Weilheim) ist ein trauriges Beispiel für die bayerische Politik der Flüchtlingsabwehr: 60 Menschen leben in zwei maroden Holzbaracken weit außerhalb der Stadt, mitten im Gewerbegebiet. In direkter Nachbarschaft befindet sich ein Tierheim. 24 Stunden Tag und Nacht, 7 Tage die Woche, bellen Hunde, in den Betrieben beginnt früh morgens die Schichtarbeit, der ständige Lärmpegel raubt den BewohnerInnen des Lagers den Schlaf. In den Baracken ist es feucht und moderig, im Sommer ist es zu heiß und im Winter zu kalt. Mehrere Personen, auch Familien, müssen sich jeweils ein viel zu kleines und vollgestelltes Zimmer teilen. Die BewohnerInnen des Lager, insbesondere die Kinder, leiden ständig an Krankheiten und sind psychisch traumatisiert. Isolation in der Provinz zerstört Zukunftschancen! Für Flüchtlinge gibt es in Schongau keine Jobs, keine Infrastruktur und keine ortsansässigen migrantischen Communities oder sonstigen sozialen Rückhalt. Die abgesonderte Lage des Lagers zeigt, dass Kontakt zur lokalen Bevölkerung von den Behörden gar nicht gewollt ist. Besonders junge Leute beklagen sich über fehlende Möglichkeiten, eine Schule zu besuchen oder eine Ausbildung zu machen. Die Zwangsversorgung mit Essenspaketen statt Bargeld erschwert es zusätzlich, den Alltag eigenständig zu gestalten. Menschen, die oft mit großen Hoffnungen auf ein besseres Leben nach Deutschland gekommen sind, werden vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, zu Lethargie und Nichtstun gezwungen und psychisch zermürbt.

Wer der Isolation in der Provinz entfliehen will, riskiert durch das rassistische „Residenzpflicht“-Gesetz eine Strafe, wenn sie oder er vom Recht auf Bewegungsfreiheit Gebrauch macht und ohne eine Genehmigung der Ausländerbehörde den Landkreis Weilheim/Schongau verlässt. Lager abschaffen – jetzt den Druck verstärken! In Schongau und in vielen anderen bayerischen Lagern sind die BewohnerInnen nicht mehr bereit, die Zustände länger hinzunehmen. Neuburg, Nördlingen, Würzburg, Bayreuth, Nürnberg, Forchheim, München, Böbrach, Breitenberg, Schongau…

An vielen Orten gab es in den letzten Jahren starke und unübersehbare Anti-Lager-Proteste von Flüchtlingen und ihren UnterstützerInnen. Unter dem Druck dieser Kampagne läuft seit Ende 2008 eine Debatte im bayerischen Landtag über die Forderung nach Abschaffung der Lagerunterbringung. Innerhalb der nächsten Monate wollen die bayerischen ParlamentarierInnen über die vorerst endgültige Entscheidung abstimmen: Lagerzwang abschaffen ja oder nein? Lagerzwang für alle abschaffen, oder nur für bestimmte Personengruppen, oder doch alles beim alten lassen? Für uns ist klar:

Der Lagerzwang, die Lager und die Zwangsverteilung von Menschen an Orte, wo sie nie hin wollten, gehören komplett abgeschafft.

Da gibt es keinen Kompromiss! Genau dafür müssen wir jetzt maximalen Druck auf der Straße machen – denn ohne Druck bewegt sich in diesem Land gar nix!

Wir fordern:

  • Flüchtlingslager Schongau und alle Lager schließen!
  • Isolation beenden!
  • Weg mit Lagerzwang und Zwangsverteilung!
  • Recht auf Bewegungsfreiheit – „Residenzpflicht abschaffen!